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Aktuelles aus der Politik

Das Leben der Honigbienen

Veröffentlicht von Klaus Becker am 12.07.2010
Aktuelles aus der Politik >> Pressemitteilung

Ein besonderer Tag heute. Seit 1990, also seit 20 Jahren, gab es keinen Blatthonig mehr. Davor gab es noch 1974 einen Blatthonig. Blatthonig ist der Honigtau von Laubbäumen, wird von Blattläusen erzeugt und hat einen etwas grünlichen Schimmer.

Gerhard Beier (Imker aus Mering) und Klaus Becker (Kreisvorsitzender der GRÜNEN) begrüssten die zahlreichen Teilnehmer. Klaus Becker bedankte sich bei Günther Schuster (Bund Naturschutz Mering) für die gute Zusammenarbeit und wünschte viel Spass bei der Führung mit Hrn. Beier.

Familie Beier betreibt die Imkerei seit 1948 hier in den Meringer Lechauen. In seiner sehr engagierten und kompetenten Art zeigte Herr Beier das Leben der Honigbienen an anschaulichen Beispielen. Er spannte den Bogen über das Entstehen des Volkes und das Schwärmen im Frühjahr. Das Volk nach weibliche Bienen, die Königin und die Arbeiterinnen. Die Drohnen sind die männlichen Bienen. Jede Biene hat im Volk seine eigene Funktion. Beier sagte, dass die Wissenschaft sich früher nicht vorstellen konnte, dass ein so gut durch organisiertes Volk von einer Königin und nicht von einer männlichen Biene geführt wird. Jede Bienenart bekommt die Ernährung je nach seiner Funktion. Die Bienenkönigin erhält das Gelée Royal, das besonders hochwertig ist.

Der Höhepunkt war dann das Öffnen eines Arbeitsvolkes. Zuerst zündete er sich seinen Smoker zur Raucherzeugung an und stülpte sich den Kopfschutz auf. Herr Beier meinte, dass die Bienen sehr friedlich sind, er hat auch im Jahr nur etwa 20 Stiche, obwohl er jeden Tag mit den Bienen arbeitet. Er schützt nur noch den Kopf, da Stiche im Kopfbereich besonders schmerzhaft sind. Die Zuschauer und darunter auch einige Kinder kammen so auch ohne Stiche davon. Das geöffnete Volk verhielt sich auch vollkommen friedlich. Die Mittelwabe des Volkes konnte bewundert werden und wie dort die Bienen die einzelnen Zellen gefüllt haben. Pro Wabe kann etwa 1,5 kg Honig erzeugt werden.

Das Fehlen der Spätblüher hat direkte Konsequenzen für das Überleben der Bienen. Durch Pestizide und Ausnützen der kompletten Anbauflächen sind "Grüne Wiesen" entstanden, die keine Nahrung für die Bienen und den anderen Insektenarten anbieten. Gerhard Beier forderte Klaus Becker (Kreisvorsitzender der GRÜNEN) auf, sich dafür einzusetzen, dass 1 % der Anbauflächen für Spätblüher zu reservieren sind. Klaus Becker will sich dafür einzusetzen und lobte die Blumenwiesenaktion des Imkervereins Mering. Jede Person kann etwas tun und Blumenwiesen anpflanzen. Die Imker verwenden dazu eine spezifische Blumenmischung, die Tübinger Mischung. Die Zeit verging wie im Fluge und die Teilnehmer bedankten sich bei Herrn Beier für die sehr interessante und informnative Führung.

Zuletzt geändert am: 14.07.2010 um 14:30

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