Auf Einladung der Kissinger Ortsprecherinnen Petra Hofberger und Katrin Müllegger-Steiger referierte Ludwig Hartman (MdL) vor zahlreichen Gästen im Dr. Josef-Zimmermann-Haus über „Frischer Wind für Bayern – Energiewende jetzt".
Der Klimaschutz- und energiepolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion referierte zu den Themen Energiepolitik in Bayern mit dem Schwerpunkt Windenergie. Er stellte fest, dass Bayern im Bereich der erneuerbaren Energien zwar angesichts seiner historisch gewachsenen Wasserkraft noch über dem Bundesdurchschnitt liegt, aber in den vergangenen 10 Jahren von der Spitzenposition auf Platz 7 unter den Bundesländern zurückgefallen sei.
Um das „weg von der Atomkraft" möglichst schnell zu realisieren, sind die Gemeinden vor Ort von zentraler Bedeutung. Da es diese zu unterstützen gilt, hat die Grüne Landtagsfraktion den Antrag nach flächendeckendem Ausbau von Energieagenturen gestellt. Nur mit fachkundiger Unterstützung können z.B. Standorte von Windkrafträdern ermittelt werden. Leider entschloss sich die Bayerische Regierung für eine zentrale Energieagentur in München, die dieser Aufgabe natürlich nicht gerecht werden kann.
Der große Vorteil der Windenergie, im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien (außer Wasserkraft) liegt im geringen Landverbrauch. Pro Fläche hat Windkraft einen 10 mal höheren Ertrag als bei Solaranlagen, 100 mal höheren Ertrag als bei Biogasanlagen. Wobei die Biogasanlagen, sowieso sehr kritisch betrachtet werden müssen. Stichworte sind hier die mangelnde Nutzung der Abwärme und die Monokultur Mais.
Windenergie ist eine gute Ergänzung zu Photovoltaik, da in der Nacht und auch im Winter in der Regel Wind weht. Durch immer weiter verbesserte Speichermöglichkeiten wird die Windenergie grundlastfähig!
Leider ließ das blinde Vertrauen darauf, durch Atomkraftwerke das Energieproblem gelöst zu haben, die Weiterentwicklung der Stromspeichermöglichkeiten in den letzten Jahrzehnten stocken. Zuletzt geändert am: 26.10.2011 um 08:34
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