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Aktuelles aus der Politik

Grüne fordern im Landtag Umbenennung des Friedberger Gymnasiums

Veröffentlicht von Klaus Becker am 13.02.2013
Aktuelles aus der Politik >> Pressemitteilung

Augsburg/München/Friedberg. Wernher von Braun, nach dem das Friedberger Gymnasium benannt ist, war im Dritten Reich verantwortlich für die Produktion der V2-Raketen. Bei der Herstellung dieser Waffen wurden 20.000 KZ-Häftlinge getötet. "Von Braun hat das billigend in Kauf genommen. Er hat selbst Häftlinge ausgesucht. Und er hat nichts getan, um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.", so die Grüne Landtagsabgeordnete Christine Kamm. „Etwa 20.000 KZ-Häftlinge wurden beim Raketenbau nach dem nationalsozialistischen Konzept „Vernichtung durch Arbeit“ umgebracht.

Aus diesem Grund verbietet sich im staatlichen Raum seine öffentliche Ehrung. Die Autonomie der Schule endet dort, wo die Menschenwürde Missachtet wird." Sie will deswegen parlamentarische Inititiatven ergreifen, und das Staatsministerium für Unterricht und Kultus auffodern, den Namen „Wernher von Braun-Gymnasium“, den es 1979 dem Friedberger Gymnasium verliehen hat, zu entziehen. Klaus Becker (Kreisvorstand) betonte, was bei Kasernen möglich war, nämlich eine Umbennung der Kasernen, muss auch bei einem Gymnasium möglich sein.

"Von Braun war ein gnadenloser Opportunist, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit genutzt hat, um die eigene Karriere voranzutreiben." pflichtet Klaus Becker der Abgeordneten bei. Becker stellt fest: " Nachdem lange Diskussionsprozesse geführt wurden und die Schule selbst weiterhin nicht aktiv werden will, müssen jetzt Dritte handeln. "Eine weitere Verhöhnung der Opfer der V2 durch die Namensgebung einer Schule ist nicht hinnehmbar.", so die Grünen und wollen weiterhin das Frauenforum Aichach-Friedberg unterstützen, das die Sache ins Rollen gebracht hat

Zuletzt geändert am: 13.02.2013 um 09:31

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