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Nachhaltige Ideen für Kissing

Veröffentlicht von Klaus Becker am 24.10.2013
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Kissings Grüne sammeln Ideen für Kommunalwahlprogramm

Bei einem öffentlichen Treffen in der AWO-Begegnungsstätte haben die Kissinger Grünen gemeinsam mit ihren Gemeinderätinnen Katrin Müllegger-Steiger und Petra Hofberger erste Inhalte für das Programm zur Kommunalwahl 2014 gesammelt. Moderiert hatte die Gesprächsrunde die Landtagsabgeordnete Christine Kamm. Sie unterstützt zur Zeit Grüne Ortsverbände in Schwaben beim Erstellen von Programmen und Listen zur Kommunalwahl.

Ausgehend von den grünen Zielen zur Kommmunalwahl 2008 erarbeiteten die TeilnehmerInnen neue inhaltliche Forderungen. „Leider können wir die meisten unserer Ziele von 2008 fast 1 zu 1 übernehmen. Die Mehrheiten  im Gemeinderat hat in der ablaufenden Periode fast alle unsere Initiativen blockiert“, stellte Katrin Müllegger-Steiger fest. So habe der Gemeinderat beispielsweise den Bezug von Ökostrom nicht zugestimmt.

Nahversorgung sicherstellen!

Insgesamt waren sich die Anwesenden darüber einig, dass eine große Schwachstelle in Kissing die bisherige Ortsentwicklung sei. Es wurden riesige Supermärkte weitab der Wohngebiete gebaut. Problematisch werden dadurch die Verkehrsflüsse, da die Bevölkerung beim Einkaufen der Dinge des täglichen Bedarfs stark aufs Auto angewiesen sei.

In Altkissing gibt es jetzt gar keine Versorgung mit Lebensmittelläden vor Ort. Hier sehen die Grünen dringenden Handlungsbedarf. Eine wohnortnahe Versorgung könne durch aktive Politik der Gemeinde unterstützt werden. So wollen die Grünen bei der Ausweisung von Baugebieten künftig Nahversorgung festschreiben. Zudem können in bestehenden Bebauungsplänen Erleichterungen für die Ansiedlung von Nahversorgern vorgenommen werden. „Wir können uns auch einen Wochenmarkt mit regionalen Produkten vorstellen“, so Petra Hofberger.

Jetzt Verkehrsberuhigung statt Betonorgie im Naherholungsgebiet!

Eine weitere Schwachstelle der Ortsentwicklung ist nach Ansicht der Grünen die Verkehrssituation. Die von Bürgermeister Wolf favorisierte Ortsumfahrung sei ökologisch eine Katastrophe und würde den Naherholungswert Kissings drastisch einschränken. „Wir glauben auch nicht, dass diese Straße jemals realisiert wird, schon aus finanziellen Gründen“, äußerte Katrin Müllegger-Steiger „Stattdessen wollen wir Maßnahmen zur Beruhigung der B2 – und zwar sofort!“ Hier wäre ein ganzes Bündel von Schritten möglich: Einheitlicher Lärmschutz, mehr Verkehrsinseln, schmälere Fahrstreifen oder Flüsterasphalt. Flankiert mit einer Ertüchtigung von Bahn und Bus, der intensiven Förderung von Radverkehr und mehr Nahversorgung im Ort könne so die für die Anwohner belastende Situation an der B2 schnell verbessert werden.

Windräder für Kissing

Die Grünen wollen außerdem Bürgerwindräder in Kissing realisieren. Hier behindere der Gemeinderat die weitere Entwicklung. „Wir wollen dass unsere Gemeinde zu 100% echten Ökostrom nutzt. Und wir forden dass Kissing  sich an der Energiewende beteiligt und auch selbst Windstrom produziert. Flächen dafür sind vorhanden. Die Gemeinde muss jetzt endlich handeln und nicht weiter blockieren“, so die Grünen Gemeinderätinnen. Auch bei der Beschaffung von Gütern beispielsweise für die Schule wollten die Anwesenden, dass nachhaltig gewirtschaftet wird. Kissing soll nach dem Willen der Grünen Fairtrade-Kommune werden. Der Einkauf der Gemeinde sollte sich an den Leitlinien Bio-Regional-Fair orientieren.

Als weitere Ideen wurden ein Jugendparlament und die Öffnung des Jugendzentrums für breitere Schichten genannt. Auch wollen die Grünen eine Partnergemeinde, eventuell auch in Nordafrika, um dort eine zukunftsfähige Entwicklung zu unterstützen.

Soziale Versorgung wird positiv bewertet


Einig waren sich die Anwesenden auch bei Einschätzung der sozialen Versorgung. Die Kinderbetreuung sei gut organisiert. Auch die Schule leiste gute Arbeit. „Wir freuen uns, dass dieses Jahr wieder ein Ganztags-Angebot zustande kommt“, so Müllegger-Steiger. Auch die Pflegesituation wurde als positiv eingeschätzt.

 

Zuletzt geändert am: 24.10.2013 um 10:16

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